20 Erlebnisse für Feinschmecker

Liebst du essen auch so sehr, dass du dafür bis ans Ende der Welt gehen würdest – im wahrsten Sinne des Wortes?

Es gibt nichts, was wir lieber tun, als uns durch ein neues Reiseziel zu probieren. Deshalb haben wir eine ganze Reihe köstlicher Real Food Adventures auf der ganzen Welt kreiert, sodass auch du die Spezialitäten unserer Lieblingsreiseziele genießen kannst.

Um ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen, haben wir diese Liste der besten Feinschmecker Erlebnisse für dich zusammengestellt. Während du dich durch die einheimischen Gerichte probierst, lernst du das Land ganz nebenbei aus einer anderen Perspektive kennen.

20. Türkei

Intrepid-Travel-Türkei_Selcuk_Frau_Gozleme

In Bodrum, im Südwesten des Landes erntest du Gemüse eines regionalen Bauernhofs und verarbeitetest die frische Ware zu einem traditionellen Gozleme, ein gefülltes Fladenbrot. Du lernst die Technik direkt von den Bauern, mit denen du das Gemüse davor geerntet hast. Selbst geerntet schmeckt es doch am besten!

Trip: Turkey Real Food Adventure, Tag 4

19. Mazedonien

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Auf unserem Balkans Real Food Adventure gibt es einige Highlights, aber uns hat es besonders das typisch mazedonische Gebäck angetan. In Janche, das malerisch im Tal des Rakida Flusses gelegen ist, lernst du bei einem Kochkurs mit den einheimischen Frauen, die traditionellen Gebäckstücke zu backen, für die diese Region besonders bekannt ist. Ob du noch hungrig bist für das Mittagessen danach?

Trip: The Balkans Real Food Adventure, Tag 7

18. Indien

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In einer engen Straße, Parathewali Gali, im Stadtteil Chandni Chwok in Delhi genießt du ein leckeres veganes Frühstück. Die Straße ist bekannt für die vielen Läden, die Paratha, ein traditionelles gebackenes und kurz frittiertes indisches Fladenbrot verkaufen. Daneben probieren wir noch ein paar vegane Samosas. Abschließend besuchen wir auf unserem Morgenspaziergang den Langar (Gemeinschaftsküche des Sikh Tempels), wo wir einige Köstlichkeiten essen werden. Was für ein leckerer Start in den Tag!

Trip: India Vegan Food Adventure, Tag 2

17. Japan

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In der kaiserlichen Stadt Kyoto hast du auf unserem Japan Real Food Adventure die Möglichkeit, an einer traditionellen Teezeremonie teilzunehmen. Hier lernst du, wie die Teeutensilien geputzt werden, wie du dich richtig verbeugst, wenn du deinen Tee bekommst und dass du deine Tasse dreimal im Uhrzeigersinn drehen musst, bevor du einen Schluck trinken kannst. Klingt vielleicht ein bisschen verrückt, ist aber eine tolle Erfahrung!

Trip: Japan Real Food Adventure, Tag 11 

16. Marokko

Intrepid-Travel-Marokko-Salat

Im Amal Women’s Cooking Centre werden Frauen durch Ausbildung und Kochunterricht unterstützt, selbstständig zu werden und sich selbst zu erhalten. Wir lernen hier, aufwendige Salate zuzubereiten, die die kulinarische Vielfalt des Landes widerspiegeln. Gut essen und dabei Gutes tun – das ist genau unser Ding!

Trip: Morocco Real Food Adventure, Tag 11

15. Kambodscha

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In Phnom Penh machst du dich mit einem Koch auf eine Tour durch die Märkte und lernst dabei die Grundzutaten der Khmer Küche kennen. Danach kochst du dein eigenes Abendessen, mit Spezialitäten wie Samlor Machou Youn (saure „vietnamesische“ Suppe mit frischem Fisch und Tamarinde) oder Bok Svay (grüner Mango Salat, normalerweise mit getrocknetem Fisch oder Shrimps serviert). Phnom Nom Nom Nom Nom Penh!

Trip: Cambodia Real Food Adventure, Tag 4

14. Russland

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Du bist bei einer Familie in St. Petersburg zu Besuch und lernst sowohl die einheimische Küche als auch Kultur kennen. Deine Mahlzeit wird begleitet vom typischen Wodka, Wein von der Krim, Kvass (ein fermentiertes, Roggen-basiertes Getränk) und Birkensaft. Wenn du dich mit deinem vollgegessenen Bauch kaum noch bewegen kannst, wird es Zeit, traditionelle Brettspiele zu spielen. Prost!

Trip: Russia Real Food Adventure, Tag 2

13. Südkorea

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Hier probierst du das echte KFC – Korean Fried Chicken – das hier aber Chi-Maek genannt wird. Das ist eine Abkürzung für Huhn mit Bier (maekju ist Bier in Koreanisch). Lass dir auch nicht das Nationalgetränk, Soju, entgehen! Dein Reiseleiter wird dir erklären, wie du es richtig trinkst – wie die Einheimischen.

Trip: South Korea Real Food Adventure, Tag 1

12. Peru

Intrepid-Travel_Peru-Kaffee

Peru ist bekannt für seinen guten Kaffee. Beim Besuch einer Kaffeeplantage lernst du alles über das Leben dort und den Weg von der Bohne in unseren Kaffee. Natürlich darf nach der Übernachtung auf der Plantage eine dampfende Tasse Kaffee am Morgen nicht fehlen. Der Geschmack der peruanischen Bohne ist wenig sauer und weist eine karamellisierte Süße und manchmal nussige Note auf. Probiere das köstliche Getränk und sieh selbst, warum der Kaffee aus dieser Region so beliebt ist.

Trip: Peru Real Food Adventure, Tag 7

11. Israel und Palästinensische Gebiete

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Bei einem Besuch der Stadt Nablus erfährst du, wie Tahini hergestellt wird. Du siehst vor Ort, wie die Sesamkörner zerstampft und zum fertigen Produkt verarbeitet werden. Danach machst du dich mit einem Koch gemeinsam auf den Weg in die Kasbah, um Zutaten einzukaufen. Wir lernen einige traditionelle palästinensische Gerichte, wie zum Beispiel Knafeh, zuzubereiten, die wir zum Mittagessen genießen.

Trip: Israel & Palestinian Territories Real Food Adventure, Tag 5

10. Iran

Intrepid Travel-Iran_Kochkurs

Du besuchst eine einheimische Familie und lernst Gheimeh Yazdi, einen traditionellen iranischen Eintopf, zu kochen. Das Gericht aus Zwiebeln, Erbsen und Lamm wird mit Kurkuma abgerundet und ist im Iran sehr beliebt. Selbst gekocht schmeckt es natürlich noch besser!

Trip: Iran Real Food Adventure, Tag 5

9. Vietnam

Intrepid-Travel-vVetnam_Mekong-Delta_Gastfamilie

Im Mekong Delta verbringen wir eine Nacht in einer einheimischen Pension. Dort genießen wir auf der Veranda, die einen perfekten Blick auf den Garten und den Sonnenuntergang bietet, ein typisches, südvietnamesisches Festessen. Sehr romantisch!

Trip: Vietnam Real Food Adventure, Tag 10

8. Italien

Intrepid-Travel-Italien_Bologna_Nudeln

In Italien verschlägt es uns nach Bologna, die Heimatstadt der Spagetti Bolognese, Tagliatelle, Mortadella und anderen Köstlichkeiten. Hier lernen auch wir die hohe Kunst der Nudelproduktion – und testen unser Können natürlich gleich danach beim gemeinsamen Abendessen.

Trip: Italy Real Food Adventure, Tag 3

7. Indien

Intrepid-Travel-Indien-Bijaipur

In Bijaipur erkunden wir in einem Jeep die umliegenden Bauernhöfe und Felder und sehen, wie, je nach Jahreszeit, Weizen, Mais, Linsen, Auberginen, Spinat, Bockshornklee, Okra, grüne Chilis, Tomaten, Kartoffeln, Flaschenkürbisse, Schwammkürbisse, Zwiebeln und Knoblauch angebaut werden. Du wirst auch einige Gewürze wie Kurkuma und Kreuzkümmel finden.

Trip: India Real Food Adventure, Tag 7

6. Georgien

Intrepid-Travel-Georgien

In Tiflis lernst du, wie das typische Khachapuri, ein mit Käse gefülltes Brot, zubereitet wird. Es gibt viele verschiedene Zubereitungsarten, aber die bekannteste ist die Adjarianische. Hier wird ein Ei in der Mitte des Brots platziert, statt im Teig eingeschlossen. Während alle Khachapuris echt lecker sind, ist diese Version doch unsere liebste.

Trip: Armenia & Georgia Real Food Aventure, Tag 9

5. Taiwan

Intrepid-Travel-Taiwan-Frühlingszwiebel-Pfannkuchen

Wir besuchen eine Frühlingszwiebelfarm und erfahren, wie wichtig dieses Gemüse in der taiwanesischen Küche ist. Nachdem wir beim Zwiebelernten geholfen haben, kochen wir einen traditionellen Frühlingszwiebel Pfannkuchen. Dieser Pfannkuchen ist nicht weich, sondern knusprig und eignet sich daher perfekt als Beilage und zum Eintauchen in Saucen und Dips.

Trip: Taiwan Real Food Adventure, Tag 6

4. Portugal

Intrepid-Travel-Portugal-Port

Porto ist eine der romantischsten Städte Portugals, die malerisch am Flussufer des Duero liegt. Wie der Name schon vermuten lässt, ist sie auch die Geburtsstadt des Portweins. Portwein ist ein schwerer, süßlicher Wein, den du am besten in seiner Heimatstadt probierst, da hier die besten Weinbauern zu Hause sind. Saúde!

Trip: Portugal Real Food Adventure featuring Galicia, Tag 3

3. Sri Lanka

Intrepid-Travel-Sri-Lanka-Negombo_Fischmarkt

Du musst früh aufstehen, aber es wird sich lohnen. Du besuchst den Negombo Fischmarkt, der bekannt ist für Hummer, Krabben und Garnelen. Auf den unzähligen Markständen wirst du eine Vielfalt an frisch gefangenen Meerestieren finden, zum Beispiel, Haie, Tintenfische, Barrakudas und andere Tiere, deren Namen wir nicht einmal kennen. Der Geruch mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber die Erfahrung ist einmalig!

Trip: Sri Lanka Real Food Adventure, Tag 2

2. China

Intrepid-Travel-China-Chengdu-Hotpot

In der als UNESCO City of Gastronomy anerkannten Stadt Chengdu genießt du eines der bekanntesten chinesischen Gerichte – einen authentischen Sichuan Hotpot. In der Provinz selbst wird der Hotpot „Huo Guo“ genannt, was man als „Feuertopf“ übersetzen könnte. Diese typische Speise ist schon mehr als 1.000 Jahre alt und wurde ursprünglich von Fischern am Yangtze gegessen. Heutzutage wird ein großer Topf Suppe serviert, dann kann sich jeder selbst aussuchen, welche Zutaten er darin kochen möchte.

Trip: China Real Food Adventure, Tag 1

1. Mexiko

Intrepid-Travel-Mexiko-Mexico-City_Street-Food-Tacos

In Mexico City nimmt dich dein Reiseleiter auf eine Taco-Tour durch die Stadt. Teste verschiedene Varianten des bekannten mexikanischen Gerichts, zum Beispiel, Tacos al Pastor, die relativ ähnlich zum Döner sind. Das musst du einfach mal probiert haben! Abgerundet wird dein mexikanisches Abenteuer mit einigen Schlucken Mezcal zwischendurch. Mezcal wird aus Agavenfruchtfleisch hergestellt, der bekannteste Mezcal ist der Tequila. Na dann, her mit Salz und Zitrone! (Obwohl das ja eigentlich nicht ganz die richtige Art und Weise ist, Mezcal zu trinken….aber mehr dazu auf deinem Mexico Real Food Adventure!)

Trip: Mexico Real Food Adventure, Tag 1

Interesse an einem Real Food Adventure bekommen? Finde hier mehr über unsere Food-Reisen heraus!

Eine Reise durch Island mit meiner Mama

Ich bin es gewöhnt, alleine zu reisen, und mag das eigentlich auch so. Die Freiheit, das zu tun, was ich will und wann ich will, und nur Zeit mit anderen Reisenden zu verbringen, wenn ich Lust dazu habe, ist für mich die perfekte Art zu reisen.

Der Nachteil, den diese Art zu reisen mit sich bringt, ist, dass ich mittlerweile ein ziemlich egoistischer Reisender bin; meine Geduld und Kompromissbereitschaft lassen leider zu wünschen übrig.

Trotzdem habe ich beschlossen, gemeinsam mit meiner Mama nach Island auf eine Intrepid Reise zu fahren, da sie dort unbedingt einmal hinwollte. Sie und ich wohnen relativ weit auseinander und ich dachte mir, eine gemeinsame Reise wäre eine schöne Erinnerung für uns beide. Obwohl ich mich darauf freute, das Land aus Feuer und Eis zu entdecken, war ich etwas besorgt darüber, nicht alleine zu reisen.

Eine meiner anfänglichen Sorgen war die Tatsache, dass wir eine Gruppenreise gebucht hatten. Würde ich mich mit den anderen verstehen? Hätte ich das Gefühl, dass ich nur Zeit mit meiner Mama verbringen sollte? Würde meine Mama durch ihre starke Meinung zu Trump und Brexit, die sie gerne und viel teilt, unsere Gruppe zerteilen?

Intrepid-Travel-Island-Gletscher

Unsere Reise hatte keinen besonders guten Start. Meine Mama hat Porridge zum Flughafen mitgenommen und ganz schamlos in einem Lokal nach heißem Wasser dafür gefragt, bevor sie sich in eben diesem Lokal mit ihrem eigenen Porridge hinsetzte. Sie hatte auch Snacks für jeden Tag unserer Reise eingepackt, auch ein paar Bananen, die ihre beste Zeit schon hinter sich hatten und einen wenig appetitlichen Braunton hatten. Offensichtlich waren meine wiederholten Hinweise, dass es auf Flughäfen und in Island Essen zu kaufen gibt auf taube Ohren gestoßen.

Meine Mama war überrascht, als ihr die Fluglinienmitarbeiter erklärten, dass sie nicht drei Handgepäckstücke an Bord nehmen könnte. Nachdem ich schon an die lächerlich strengen Regeln von Billigfluglinien gewöhnt bin, konnte ich mir ein Augenrollen nicht verkneifen, bevor ich die unvermeidlichen Extraschichten anzog und einige Taschen in andere quetschte. Nachdem wir unsere stressige Zeit am Flughafen hinter uns hatten und endlich im Flugzeug waren, freute ich mich auf ein wunderschönes, unberührtes Land mit möglichst wenig anderen Touristen.

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Obwohl ich vor der Reise nervös war wegen der Tatsache, dass wir in einer Gruppe reisen würden, stellte sich heraus, dass das das beste am ganzen Trip war. Wir waren eine Gruppe von elf Personen aus Australien, Kanada und Großbritannien, mit einem Volleyball-spielenden französischen Luft- und Raumfahrtingenieur als Sahnehäubchen. Wir haben uns sofort super verstanden, und innerhalb einer halben Stunde nach dem Willkommens-Treffen waren wir nicht mehr Fremde, sondern Freunde. Das war teilweise der Verdienst von zwei Brüdern aus Darwin und von unserem einheimischen Reiseleiter, Einar.

Über den ganzen Trip hinweg konnte man meine Mama beim Tratschen mit den unterschiedlichen Gruppenmitgliedern finden, denen sie von ihren vorherigen Trips und Reiseplänen erzählte und alle mit genug Fotos von ihrem kleinen Hund, Archie, überschüttete. Mir war bald klar, dass es nichts Besseres gibt, um eine Gruppe zusammenzubringen, als das Teilen von vielen süßen Hundefotos. Noch viel schöner war es für mich zu sehen, wie meine Mama in Gespräche mit Reisenden aus aller Welt vertieft war, die sie sonst vielleicht nie getroffen hätte.

Intrepid-Travel-Island-Spa

Die kleine Gruppe (Intrepids durchschnittliche Gruppengröße ist 10 Personen) gab mir das Gefühl, dass wir eine Gruppe von Freunden waren, die gemeinsam reisten. Immer, wenn wir an einem riesigen Bus vorbeikamen, gab es einige durchaus selbstgefällige Kommentare, wie froh wir waren, nicht in so einer großen Gruppe unterwegs zu sein.

Island präsentierte uns eine unglaubliche Vielfalt and Landschaften, obwohl es ständig regnete und die Sicht sehr eingeschränkt war. Wir waren beeindruckt vom Kontrast des schwarzen Sandstrands und den gewaltigen weißen Wellen, während uns starker Wind ins Gesicht blies. Islands berühmte Wasserfälle donnerten herab, und wirkten fast überladen von den großen Regenmassen. Im Jökulsárlón See trieben die hellblauen Eisblöcke, die von Islands immer weiter schmelzenden Gletschern kommen im Nebel und wirkten fast traurig über ihr Zutun zum weltweit steigenden Meeresspiegel. Diese spektakuläre Natur mit einer Gruppe teilen zu können, machte die Erlebnisse noch beeindruckender. Die Reaktion meiner Mama zu sehen, als sie vor den Orten und Sehenswürdigkeiten stand, die sie nie gedacht hatte in echt zu sehen, machte die ganze Erfahrung um einiges besonderer für mich.

Sogar die drei Taschen Gepäck waren schlussendlich sinnvoll. Widerwillig, während mein Gefühl von Selbstständigkeit dahinschmolz wie Islands Gletscher, nahm ich dann doch gerne Thermounterwäsche meiner Mama an, nach dem ersten Tag mit ständigem, eiskaltem Regen. Am nächsten Tag fragte ich kleinlaut nach ihrem zusätzlichen Paar Handschuhe. Auch ihr Vorrat an Hobnobs (eine britische Köstlichkeit – stell dir Hafer-Vollkorn Schoko Kekse vor!) wurden nach einer Tageswanderung am Vatnajokull, Europas größtem Gletscher, gerne angenommen und gierig verschlungen. Manchmal haben Mamas einfach doch gute Ideen.

Intrepid-Travel-Island-Gruppe

Wir waren im November dort, was bedeutete, dass wir das Land für uns alleine hatten, und es war genau die unberührte Landschaft, die ich mir erhofft hatte. Die Insel hat etwa 300.000 Einwohner, aber mittlerweile kommen jedes Jahr unglaubliche 2 Millionen Besucher. Ich glaube, mein Eindruck wäre ganz anders gewesen, wären wir in der Hochsaison hergekommen. Unser einheimischer Reiseleiter, Fotograf, Geologie und Geschichte Professor und Fahrer Einar stellte sicher, dass wir die Wasserfälle besuchten, die sonst niemand fand und dass unsere authentischen Unterkünfte köstliche, frische isländische Gerichte für uns vorbereitet hatten. Dank ihm lief der Trip glatt und er zeigte uns Dinge, die ich selbst in der relativ kurzen Zeit und mit meinem Wissen niemals entdeckt hätte.

Ein neues Land besuchen mit jemandem, der alles mit Begeisterung aufnimmt, machte die Reise zu einer unvergesslichen Erfahrung für mich, viel mehr, als wenn ich alleine gereist wäre. Die kindhafte Begeisterung führte dazu, dass ich manche kleinen Dinge am Reisen wieder mehr schätzen konnte, die ich davor nicht mal mehr wahrgenommen hatte. Am schönsten für mich war die Reise in die Vergangenheit, die Erinnerungen an Schneetage in meiner Kindheit hervorbrachte, und die Beziehung zwischen uns stärkte. Na, wie klingen die Galapagos Inseln für nächstes Jahr, Mama?

Tom und seine Mama haben unseren Iceland Express Trip gemacht. Alle unsere Island Reisen findest du hier.

 

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Im Original von Tom Smith, übersetzt von Viktoria Kern

Besuche wohltätige Projekte der Intrepid Foundation

Falls du schon einmal mit Intrepid Travel gereist bist, wirst du die Intrepid Foundation wahrscheinlich schon kennen. Falls nicht, gibt es hier eine kurze Übersicht für dich.

Der gemeinnützige Arm der Intrepid Group wurde 2002 gegründet, um Reisenden zu helfen, etwas an die von ihnen besuchten Orte zurückzugeben. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mehr als 6 Millionen AU$ für über 100 NGOs auf der ganzen Welt gesammelt.
Heute unterstützt die Intrepid Foundation mehr als 50 lokale Organisationen, die Projekte zur nachhaltigen Entwicklung, Gewährleistung von Menschenrechten, Schutz von Kindern, Umweltschutz, Schutz von bedrohten Tierarten, Bildung und Gesundheit betreuen.

Auf einigen unserer Trips gibt es die Möglichkeit, diese Initiativen zu besuchen und aus erster Hand zu erfahren, wie deine Spenden das Leben vor Ort verbessern können. Lies weiter, um mehr über die tollen Projekte und unsere Reisen, die dich dorthin führen, zu erfahren!

KOTO Training Centre – Vietnam

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Foto zur Verfügung gestellt von KOTO

KOTO wurde von Jimmy Pham gegründet und hilft jungen, weniger privilegierten Menschen im Vietnam, indem es ihnen eine gute Ausbildung und damit Möglichkeiten für eine bessere Zukunft bietet. Das 2-jährige Hospitality Services and Culinary Arts Program des Box Hill Institute in Australien vermittelt den Schülern wichtige Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Karriere nötig sind. Hunderte der Absolventen konnten Anstellungen in den führenden Restaurants und Hotels auf der ganzen Welt finden. Die Auszubildenden erhalten nicht nur Unterricht in BWL, Englisch, Sexualkunde und anderen Fächern, sie bekommen auch Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt.

Für uns ist der Genuss eines traditionellen vietnamesischen Gerichts in einem der zwei Ausbildungsrestaurants ein absolutes Muss.
Auf folgenden Reisen kannst auch du die köstliche Arbeit dieses Projekts hautnah erleben:

Blue Dragon Children’s Foundation – Vietnam

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Fotografiert von Mark Chew

In Kooperation mit staatlichen Stellen vor Ort arbeitet Blue Dragon daran, die Ursachen des Menschenhandels zu bekämpfen und die jungen Opfer zu retten. Das Team aus Sozialarbeitern, Psychologen, Lehrern und Anwälten unterstützt jedes gerettete Kind individuell und nach Möglichkeit werden die Kinder wieder mit ihren Familien zusammengeführt. Sie erhalten eine Ausbildung, nahrhafte Mahlzeiten, Gesundheitsversorgung, psychologische Betreuung, Rechtsbeistand, eine sichere Unterkunft und, natürlich, die Liebe und Unterstützung, die sie brauchen, um ihre schrecklichen Erlebnisse zu verkraften und mit Zuversicht in die Zukunft zu starten.

Ein Frühstück vor Ort wird dir die Augen öffnen für die Probleme bei der Bekämpfung des Kinderhandels und die tolle Arbeit, die hier täglich geleistet wird:

Friends International – Kambodscha

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Foto zur Verfügung gestellt von Friends International

Friends International verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität in Kambodscha und beginnt mit dem Schutz hilfsbedürftiger Jugendlicher. Die Organisation lehrt ihnen wichtige Fähigkeiten, die es den jungen Erwachsenen ermöglichen, Einkommen zu erlangen und damit ihre Zukunft zu sichern. Friends International bringt Jugendliche, die auf der Straße leben, wieder zurück in die Schule und unterstützt sie bei der Therapie gegen Drogenabhängigkeit. Bisherige Schüler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind nun, zum Beispiel, als Koch, Motorradmechaniker, Kosmetiker oder Schneider tätig.

In Phnom Penh betreibt die Organisation ein Ausbildungsrestaurant, in dem du unbedingt einmal essen solltest, zum Beispiel auf unseren Reisen Classic Cambodia (6 Tage), Cambodia Real Food Adventure (9 Tage), Cambodia Encompassed (10 Tage) oder Real Cambodia (12 Tage).

Angkor Conservation Centre for Biodiversity – Kambodscha

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Foto zur Verfügung gestellt vom Angkor Conservation Centre for Biodiversity

Aufgrund von Abholzung, Wilderei und illegalem Handel wurden einige einheimische kambodschanische Arten an den Rand des Aussterbens gedrängt. Hier setzt das Angkor Conservation Centre for Biodiversity (ACCB) an. Seit Beginn der Rettungs- und Zuchtaktivitäten im Jahr 2004 hat die Organisation Hunderte von gefährdeten Tierarten erfolgreich rehabilitiert, darunter den Kappengibbon, das Malaiische Stachelschwein und den Silbernen Haubenlangur.

Im ACCB kannst du mehr über die vielfältige Tierwelt des Landes und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt ist, erfahren.
Besuche das Zentrum mit unseren Reisen Cambodia’s Secrets of Angkor (3 Tage) oder Classic Cambodia (6 Tage).

Small Projects Istanbul – Türkei

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Foto zur Verfügung gestellt von Small Projects Istanbul

Small Projects Istanbul mit Sitz in der türkischen Hauptstadt hilft Personen, die vor Konflikten im Nahen Osten und Nordafrika geflüchtet sind, beim Wiederaufbau ihres Lebens. Für Kinder gibt es Tagesbetreuung, Sprachkurse und psychologische Betreuung, um sie bei der Integration in die normalen Schulen vor Ort zu unterstützen. Ihre Mütter lernen im Women’s Skills Development Program unternehmerische und handwerkliche Fähigkeiten und Führungsqualitäten, die ihnen helfen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

Gespräche mit diesen Familien, die oft aus Syrien geflohen sind, sind eine Herausforderung, aber gleichzeitig eine wichtige Erfahrung.
Unser Partner, Urban Adventures, bietet eine Tour an, die dieses Projekt besucht.

Friends of the Asian Elephant – Thailand

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Foto zur Verfügung gestellt von Friends of the Asian Elephant

Friends of the Asian Elephant hilft Elefanten, die für Unterhaltungseinrichtugen und touristische Elefantenritte eingesetzt wurden, und ist damit ein Projekt, das Intrepid Travel sehr am Herzen liegt. Das Krankenhaus, das außerhalb Chiang Mais liegt, bietet kranken und verletzten Elefanten kostenlose medizinische Versorgung sowie Ausbildung für ihre Pfleger. Das Mobile Vets Project der Organisation schickt Teams in den Norden Thailands, die Elefanten medizinisch behandeln, und, sobald sie gesund genug sind, oft in die Provinz Surin umsiedeln, da diese Region eine bessere Umgebung für die Dickhäuter bietet.

Bei einem Besuch von Friends of the Asian Elephant siehst du, warum es so wichtig ist, Nein zum Elefantenreiten zu sagen.
Auf diesen Reisen besuchst du die sanften Riesen:

Seven Women – Nepal

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Foto zur Verfügung gestellt von Seven Women Nepal

Seven Women, zu Hause in Kathmandu, lehrt Frauen, wie sie unabhängig und selbstständig werden können. Die Teilnehmer erhalten Unterricht in Lesen und Schreiben, verantwortungsbewusstem Umgang mit Geld und wie sie auf ihr Wohlbefinden achten können. Außerdem lernen sie, Souvenirs wie Kleidung und Stickereien herzustellen, die sie verkaufen und dadurch Einkommen generieren können. Die angebotene Ausbildung hat schon über 250 Frauen in Nepal erreicht.

Es ist inspirierend, die starken Frauen dieses Projekts auf unseren Urban Adventures kennenzulernen:

Animal Care in Egypt – Ägypten

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Fotografiert von Ruth Joblin

Mit der Unterstützung eines engagierten Teams bietet Animal Care in Egypt jedes Jahr Tausenden von kranken und leidenden Pferden, Eseln, Hunden und anderen Tieren in Luxor kostenlose tierärztliche Betreuung. Ihre Klinik, das Krankenhaus und anschließende Ställe ermöglichen es der Organisation, den Tieren die nötige Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Lehrer geben Kindern von Familien, deren Einkommen stark von diesen Tieren abhängt, Unterricht, wie sie am besten mit ihnen umgehen und sie behandeln. Damit wird der Grundstein für artgerechten Umgang und Tierschutz früh gelegt.

Ein Besuch des Pflegezentrums mit den vielen Tieren, die hier behandelt werden, wird dich nicht kalt lassen.
Schau vorbei mit unseren Trips:

Pollinate Energy – Indien

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Fotografiert von Pravin Tamang

Der Zugang zu günstiger, nachhaltiger Energie ist ein relativ einfacher Schritt, um das Leben der Menschen, die in einigen von Indiens ärmsten Städten leben, zu verbessern. Pollinate Energy schult Einheimische, die von Haus zu Haus gehen, um die Bewohner über erschwingliche, saubere Energiequellen zu informieren. Das schafft Arbeitsplätze für Unternehmer vor Ort und ermöglicht es Familien, umweltfreundliche und sichere Wohnungräume zu schaffen.

Bei einem Besuch der Slums von Bangalore siehst du die positiven Auswirkungen von Pollinate Energy.

Mehr über unser Engagement, um etwas an die Länder und Gemeinschaften, die wir besuchen, zurückzugeben, findest du in unseren Posts, warum wir eine B-Corp geworden sind oder über Waisenhaus-Tourismus.

Individuelle oder Gruppenreise – meine Erfahrungen am Beispiel Peru

Individuell oder Gruppenreise – diese Frage stellt man sich oft, sobald es um das Reisen in ferne Länder geht. Dass Beides Vor- und Nachteile hat, liegt auf der Hand. Aber in der Regel entscheidet man sich am Ende für eine der beiden Reisarten. Bei Peru hatte ich jedoch die Gelegenheit, beide Optionen zu vergleichen.

Bei meiner Südamerika-Rundreise 2015, war ich individuell im Land unterwegs. Im Jahr 2018 konnte ich das Land mit dem klein Gruppe Reiseunternehmen Intrepid-Travel bereisen. Welche Vor- und Nachteile die beiden Reisearten haben und wem ich was für Peru empfehlen würde, zeig ich euch in meinem Artikel.

Individuelle Reise – die Vorteile

Während meiner Südamerika-Reise 2015 gemeinsam mit meiner Schwester war ich circa drei Wochen in Peru. Zunächst reisten wir von Bolivien nach Puno, dann ging es weiter nach Cusco. Machu Picchu haben wir im Rahmen des Lares-Treks besucht, bevor es dann über Nazca, Huacachina und Paracas nach Lima ging.

Peru_Machu-Picchu_Lama

Für mich hatte das individuelle Reisen folgende Vorteile:

  • Ihr könnt selbst entscheiden, welche Stopps ihr einlegen wollt und ihr wie lange bleiben möchtet. Noch drei Tage länger in Cusco bleiben? Gar kein Problem! Der Himmel in Lima ist mal wieder seit Tagen wolkenverhangen? Dann nichts wie ab zum nächsten Busbahnhof und auf nach Süden!
  • Ihr könnt noch am selben Tag euren Reiseverlauf ändern, wenn ihr das wollt. Nach Wochen in den Anden habe ich beispielsweise meine Reiseroute spontan geändert und bin nach Nazca, Huacachina und Paracas gefahren, weil dort das Wetter besser war.
  • Ihr könnt eure Fremdsprachenkenntnisse (in meinem Fall Spanisch) verbessern, weil ihr auf der Reise ganz auf euch gestellt seid und alles selbst organisieren müsst. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Wörter man doch plötzlich kann, wenn man nur muss.
  • Ihr könnt euch Touren, Hotels & Restaurants selbst aussuchen und Bewertungen vergleichen. Ihr wollt im Künstlerviertel San Blas in Cusco unterkommen – kein Problem, wenn ihr individuell reist, habt ihr die (Qual der) Wahl!

Peru-Inka-Trail_winay-Wayna

Gruppenreise – die Vorteile

Im August 2018 war ich zum zweiten Mal in Peru. Diesmal mit Intrepid. In den knapp zwei Wochen war ich im Amazonas-Gebiet bei Puerto Maldonado, in Lima, habe den Ein-Tages-Inka-Trail zum Machu Picchu erwandert, die Stadt Cusco und das Umland erkundet und habe auf einer Halbinsel auf dem Titicacasee-See bei einer Gastfamilie übernachtet. Insgesamt habe ich also in zwei Wochen mehr von Peru gesehen, als ich es während meiner individuellen Reise in 3 Wochen geschafft habe. Noch dazu musste ich mich vor der Reise um nichts kümmern. Gerade wer berufstätig ist oder noch nicht so viel Reiseerfahrung hat, hat hier einen großen Vorteil im Vergleich zur selbstorganisierten Reise

Peru-Cusco_Llamas-Gruppe

Und damit wäre ich auch schon mitten drin im Thema Vorteile einer Gruppenreisen:

  • Für alle, die keinen Reisepartner haben und nicht alleine reisen möchten oder das noch nie gemacht haben, ist eine Gruppenreise ideal. Ich für meinen Teil bin nämlich generell gar nicht gerne alleine unterwegs und mag es, gemeinsam mit anderen ein Land zu erkunden. Geteilte Erlebnisse sind schließlich die schönsten Erlebnisse!
  • Ihr müsst euch in Sachen Reiseplanung um nichts kümmern – perfekt also für alle, die berufstätig sind und in ihrem Alltag eh schon zu viel vor dem Rechner sitzen und mit Planung beschäftigt sind.
  • Ihr profitiert von lokalen Insider-Informationen und Tipps während der Reise durch die erfahrenen einheimischen Guides zum Beispiel von Intrepid – sei es über das Land im Allgemeinen, seine Geschichte oder über bestimmte Sehenswürdigkeiten. Ich habe meinen Guide Kike während der Reise mit Fragen nur so gelöchert, es ist einfach super spannend zu erfahren, wie die Leute in Peru leben und was sich seit meinem letzten Besuch in 2015 so verändert hat.
  • Maximales Erlebnis in minimaler Zeit: Ihr könnt in kürzester Zeit die schönsten Orte eures Reiseziels auf der optimalsten Route erkunden. Auf eigene Faust hätte ich das im Falle von Peru nie geschafft und ich war beeindruckt, wie nahtlos alle Programmpunkte ineinandergreifen. Perfekt also für alle, die mit wenig Urlaubstagen auskommen müssen und trotzdem viel sehen wollen.
  • Bei den Top-Sehenswürdigkeiten müsst ihr in der Regel nicht anstehen und bekommt je nach Sehenswürdigkeit manchmal sogar Zugang zu speziellen Orten, die nur Gruppen vorbehalten sind. Das war in Machu Picchu besonders praktisch, wo man sich als Individualreisender schon Monate vorher um die Tickets kümmern muss, wenn man einen der Inka-Trails gehen möchte.
  • Eure Guides können euch beim Verhandeln helfen und überhaupt könnt ihr vor Ort weniger über den Tisch gezogen werden, weil ihr nicht auf eigene Faust Taxis, Touren und Co buchen müsst. Das macht das Reisen für mich viel stressfreier.
  • Bei manchen Zielen ist es sogar aus Sicherheitsgründen sinnvoll, mit einem Reiseveranstalter unterwegs zu sein. Es gibt sogar Reiseziele wie zum Beispiel Butan, in die ihr sonst überhaupt nicht reisen dürft. Das ist natürlich im Falle von Peru nicht so.

Peru-Jana-Sonneundwolken

Mein persönliches Fazit: Wer sich um möglichst wenig kümmern möchte und in kurzer Zeit viel sehen will, für den ist eine Gruppenreise ideal. Besonders Fernreiseziele wie Peru sind relativ planungsintensiv und können auch sehr stressig sein, wenn man sich auch vor Ort um alles kümmern muss. Trotz des vollen Zeitplans während meiner Intrepid-Reise war die Tour für mich trotzdem super entspannt – das sah bei meiner Individualreise ganz anders aus. Für einen Strandurlaub oder Reisen innerhalb Europas würde ich dagegen die Flexibilität einer individuell geplanten Reise vorziehen – zumindest solange ich einen Reisepartner habe.

Gruppenreise oder individuell – wie seht ihr das? Wie würdet ihr Peru am liebsten erkunden?

The Thin Green Line – Ranger an vorderster Front

Dieses Jahr bietet Intrepid Travel mit eine Reise der besonderen Art zu Rangern in Kenia an. Gemeinsam mit einem Vertreter der Thin Green Line Foundation ist es möglich, einen unverfälschten Einblick hinter die Kulissen der Arbeit der Ranger zu bekommen.

Auf dieser Tour begleiten wir Ranger auf ihren Routinerundgängen zu Fuß, um Elefanten und Nashörner zu beobachten, und erleben damit den Alltag eines Rangers hautnah. Außerdem übernachten wir eine Nacht in einer Ranger Academy, und sehen, wie junge Ranger ausgebildet und auf ihre wichtigen Aufgaben vorbereitet werden. Mit dieser Reise bekommen wir nicht nur einen besseren Eindruck vom Leben eines Rangers, sondern unterstützen auch die Thin Green Line Foundation finanziell in ihrer Arbeit. Bei Interesse findest du genauere Informationen auf unserer Homepage.

Ranger sind ein essenzieller Bestandteil im Schutz wilder Tiere vor Wilderern oder anderen Gefahren. Leider gehört ihr Job zu den gefährlichsten: in den letzten 10 Jahren sind über 1.000 Ranger im Zuge ihrer Arbeit ums Leben gekommen – das sind zwei bis drei Ranger pro Woche! 65-70% dieser Todesfälle wurden durch professionelle Wilderer verursacht.

Aber nicht nur Wilderer sind ein Problem, auch die Arbeit an sich birgt Gefahren. Oft bewegen sich die Ranger auf gefährlichem Terrain, inmitten der Wildnis, abseits von jeder medizinischen Versorgung. Aber auch die Wildtiere, die die Ranger schützen wollen, sind eben genau das – wild. Das heißt, Zwischenfälle mit Tieren, die Ranger verletzen, sind nicht ungewöhnlich. Durch die Abgelegenheit ihres Arbeitsplatzes kommt Hilfe oft zu spät – und die Konsequenzen sind gravierender als sie sein müssten.

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Viele der Verletzungen und Todesfälle von Rangern wären mit besserer Ausbildung und Ausrüstung vermeidbar gewesen. Die wohltätige Organisation The Thin Green Line Foundation sieht als die größten Probleme für Ranger sowohl die schlechte Ausbildung und Ausrüstung, als auch ein Sinken der Moral. Häufig werden Ranger nicht gut in Erste Hilfe Maßnahmen oder Selbstverteidigung gegen Wilderer ausgebildet, was Unfälle in der Wildnis gefährlicher macht. Die sinkende Motivation hat mehrere Gründe. Einerseits fehlt Rangern die Wertschätzung für die harte Arbeit, die sie leisten, andererseits ist die Bezahlung auch nicht gerade großzügig. Diese Faktoren kombiniert mit der Tatsache, dass die Ranger oft monatelang von ihrer Familie getrennt sind, haben Auswirkungen auf die Moral.

Dabei sind Ranger ein wichtiger Bestandteil im Schutz bedrohter Tierarten und Naturschutz im Allgemeinen. Mit ihrem Engagement für die Natur und die Tiere in ihrer Umgebung leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Artenerhaltung und Biodiversität. Sie sind immerhin an vorderster Front im Kampf gegen Wilderer und andere Bedrohungen.

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Und, wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, dann ist das wirklich ein Kampf, den die Ranger hier führen. Letztes Jahr wurde im Schnitt einer von sieben Rangern in Zentralafrika und Asien im Zuge seiner Arbeit schwer verletzt. Wie schon erwähnt, sind professionell organisierte Wilderer für fast 70% aller Todesfälle von Rangern verantwortlich. Dass professionelle Wilderer ein großes Problem sind, lässt sich auch daran erkennen, dass der weltweite Wert von Verbrechen, die Wildtiere beinhalten, also zum Beispiel illegaler Elfenbeinhandel, auf 17.7 Milliarden EUR geschätzt wird. Damit liegt diese illegale Branche im Handelsvolumen nur hinter Drogen-, Waffen- und Menschenhandel und es ist nicht verwunderlich, dass diese organisierten professionellen Wilderer mit nicht weniger Gewalt und Skrupel vorgehen, als zum Beispiel Drogenkartelle.

Die Thin Green Line Foundation betreut einige Programme, die darauf abzielen, Ranger besser auszubilden, zum Beispiel in Erste Hilfe Maßnahmen, Selbstverteidigung und wie man mit Wilderern am besten umgeht. Außerdem arbeitet die Organisation daran, die Ranger besser auszurüsten, zum Beispiel mit Dronen, die bei der Überwachung von Nashörnern helfen und somit Wilderer abschrecken sollen. Auch finanzielle Unterstützung im Falle von Verletzungen oder Tod von Rangern gehören zum Portfolio der Charity.

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Die Intrepid Foundation unterstützt The Thin Green Line Foundation aus mehreren Gründen. Einerseits werden Ranger mit den richtigen Fähigkeiten und dem nötigen Equipment ausgestattet, um ihre Arbeit bestmöglich zu erledigen und damit einen großen Beitrag zum Schutz von bedrohten Tieren zu leisten, andererseits bringt ein friedliches Zusammenleben von wilden Tieren und Menschen, wie es die Ranger anstreben, auch den Dörfern und Gemeinschaften in der Nähe von Wildtieren etwas. Sie können zum Beispiel nachhaltigen Tourismus betreiben oder an Landrechten verdienen, was ohne unberührte Natur oder in Konfliktgebieten sehr viel schwieriger ist.

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Wir hoffen, wir konnten dich zum Nachdenken anregen, und du kannst auf deiner nächsten Safari oder beim nächsten Besuch eines Nationalparks die Umgebung und die Arbeit der Ranger noch viel mehr wertschätzen und genießen.

Falls du mehr über die Arbeit und Herausforderungen der Ranger erfahren willst, ist der Dokumentarfilm „The Thin Green Line“ von The Thin Green Line Foundation Gründer Sean Willmore ein guter Startpunkt.

Lofoten, Norwegen – Ein Reisebericht

Ich habe das erste Mal von den Lofoten Inseln gehört, als ich auf einer Veranstaltung von National Geographic Traveller und Intrepid Travel teilnahm. Als zwei der vier Experten der Podiumsdiskussion die Lofoten als ihren absoluten Lieblingsort wählten, musste ich sie unbedingt selbst sehen.

Spoiler-Alarm: Ich wurde nicht enttäuscht!

Falls du dich auch fragst, wie man die Lofoten ausspricht, haben uns die Einheimischen bei ein paar Drinks im abgelegensten Pub, in dem ich je war, Tipps gegeben, wie man es richtig sagt: ein kräftiges F und ein langes O, es klingt also etwa wie „Loff-ooten“.

Lofoten Norwegen Berg

Die Lofoten sind ein Archipel von Inseln, das ins Europäische Nordmeer ragt und nördlich der Nordsee und 1.000km nördlich der Hauptstadt Oslo liegt. Sie sind durch ein schmales Stück Land mit dem Festland verbunden. Damit du dir das besser vorstellen kannst: Die Inseln liegen weiter nördlich als Island, auf einer Höhe mit Grönland und Murmansk in Russland, also am Polarkreis und im Gebiet der Nordlichter. Diese waren für mich definitiv ein Highlight der Reise, da ich sie vorher noch nie in echt gesehen hatte.

Wie sich herausstellte, haben die Lofoten noch viel mehr als die Nordlichter zu bieten. Fischerdörfer auf unglaublichen Felsvorsprüngen, verschneite Berge, die sich in klaren Seen spiegeln, versteckte Strände mit wunderschönen Sonnenuntergängen – es war wirklich anders als alles, was ich bisher gesehen habe. Um jede Ecke konnten wir einen anderen, atemberaubenden Ausblick genießen, der unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich zog: die Landschaft war einfach fantastisch. Das Sonnenlicht spiegelte sich im Meer und funkelte im Schnee und tauchte alles in einen mystischen Dunst.

Lofoten Norwegen Strand

Auf dem Weg von Oslo zu den Lofoten fiel mir zuerst die raue Umgebung auf. Als wir über die karge Landschaft flogen, fühlte ich mich, als würde ich wie John Snow in Game of Thrones nördlich der Mauer ins Unbekannte aufbrechen (und wer will denn nicht John Snow sein?). Schnee und Eis dominieren das Land mit großen Felsspalten und Schluchten, unterbrochen von abfallenden Fjorden und gefrorenen Flüssen. Als wäre ich in den Weltraum geflogen und würde nun auf die Erde herabblicken – das war eine atemberaubende Aussicht. Und ich war noch nicht mal da!

Es war April, das heißt, es war kalt bei etwa -2°C! Im Sommer erwärmt sich die Gegend auf bis zu 10°C. Das Gepäck meines mitreisenden Freundes war leider nicht in den Flieger mitgekommen und er musste ein paar Tage darauf warten, also hatte er Glück, dass er seine Wanderstiefel schon im Flugzeug trug. Unverzichtbare Kleidung für einen Besuch der Lofoten besteht aus stabilen Wanderschuhen, dicken Socken, Handschuhen, warmer Unterwäsche, wasserdichter Jacke (und Hose, wenn du wanderst), Wollmützen, Schals und Sonnenbrille.

Lofoten Norwegen Langlaufen

Die Lofoten sind der Traum jedes Entdeckers, der gerne Neues ausprobiert. Wir fuhren mit dem Seekajak um Henningsvaer herum, das wegen seiner Reihe von verbundenen Inseln als „Venedig des Nordens“ bekannt ist. Zuerst war das Wasser vollkommen ruhig, doch dann kam plötzlich eine Wetterfront, die für eine holprige Fahrt sorgte, die aufregend und beängstigend zugleich war (obwohl sie mit unserem Reiseleiter in der Nähe absolut sicher war). Das Kajaken ist eine großartige Möglichkeit, Orcas, Buckel- und Pottwale das ganze Jahr über zu sehen.
Im Sommer werden die Lofoten zum Land der Mitternachtssonne und es gibt viele Möglichkeiten, spät in der Nacht zu Kajaken, oder auch schnorcheln und tauchen zu gehen.

Lofoten Norwegen Kajak

Eine weitere Wassersportaktivität, die wir ausprobiert haben, war das Angeln. Es ermöglicht dir, die Berge und Dörfer aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Norwegen hat den größten Kabeljaubestand der Welt und da wir am Ende des Angelmorgens unseren Fang behalten durften, haben wir die ganze Woche köstliche Kabeljauvariationen gegessen. Mein Tipp, wie man beim Essen sparen kann, da Skandinavien ziemlich teuer ist, ist daher am Anfang deiner Reise angeln zu gehen!

Da Fischer ein typischer Beruf auf den Lofoten ist, ist die Küste vollgepackt mit traditionellen Fischerhütten, den sogenannten Rorbuer. Diese roten Hütten sind auf Stelzen ins Wasser gebaut und ermöglichen einen einfachen Zugang zu den Fischerbooten darunter. Neben diesen Hütten hängen die Fischer die Köpfe oder Körper der gefangenen Kabeljaus in Reihen auf, die dann an der Luft bis zur Festigkeit von Rinde trocknen. Diese werden dann hauptsächlich nach Nigeria exportiert, wie uns unser lokaler Reiseleiter Sven erzählte. Der Geruch von Tausenden Fischköpfen, die in der Sonne trocknen, ist ein ziemlich einzigartiges Erlebnis, und eines, das einen Besuch der Lofoten ausmacht.

Lofoten Norwegen Angeln

Der Rest der Reise bestand daraus, schneebedeckte Pässe zu überqueren, Hügel hinaufzuwandern, um eine tolle Aussicht über die Küste zu genießen, zum ersten Mal in meinem Leben langzulaufen, mit den Einheimischen Shuffleboard zu spielen (das ist ein echt witziges Spiel – solltest du ausprobieren!), wunderschöne Sonnenuntergänge von den Hügeln aus zu genießen und natürlich die Nordlichter zu beobachten.

Jeden Abend machten wir uns mit einem Flachmann (für ein bisschen innere Wärme) auf den Weg in Dunkelheit, auf der Suche nach dem schwärzesten Platz der Insel, um die besten Voraussetzungen zu schaffen, die Nordlichter zu sehen. Das Gefühl der Erwartung und Aufregung war das Highlight dieser Reise. Nie wusste man, wohin man schauen sollte oder was man sehen würde. Plötzlich begann der Himmel zu schimmern, sich zu bewegen und eine Reihe von Grün- und Blautönen zu zeigen. Es ist ein wirklich unglaublicher Anblick: magisch, mystisch und nicht von dieser Welt.

Lofoten Norwegen Nordlichter

Die Wikinger glaubten, dass die Lichter Reflexionen der Rüstungen der Walküren waren, die entstanden, wenn sie Odins Krieger nach Walhalla führten. Selbst jetzt, Hunderte von Jahren später, haben die Lichter immer noch die Fähigkeit zu verblüffen und machen glücklich, sie erleben zu dürfen.

Ich kann einen Besuch der Lofoten gar nicht genug empfehlen. Sei darauf vorbereitet, die atemberaubendste Landschaft zu entdecken, die besten Abenteuer zu erleben, die aufregendsten Aktivitäten auszuprobieren – die Inseln werden dir neue Blickwinkel eröffnen und dich verzaubern. Ich plane bereits meine nächste Reise zu den Lofoten, vielleicht um arktisches Surfen in der Mitternachtssonne zu probieren…

 

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Im Original von Guy Fowles, übersetzt von Viktoria Kern

Warum wir eine B-Corp geworden sind

In den letzten 3 Jahren haben wir nicht nur fantastische Trips und Abenteuer mit dir erlebt, wir haben auch eine ganz neue Reise gestartet. Wir sind nun seit August eine zertifizierte B-Corporation. Jetzt ist es Zeit, zurückzublicken und euch zu erklären, warum wir uns entschieden haben, diesen strengen Zertifikationsprozess zu durchlaufen.

Am besten beginnen wir am Anfang – mit unseren Gründern Darrell Wade und Geoff Manchester. Die beiden haben von Anfang an viel Wert darauf gelegt, etwas an die besuchten Orte und Menschen zurückzugeben. Unser Engagement für unsere Umwelt haben wir begonnen, indem wir den CO2 Ausstoß all unserer Trips ausgleichen. 2014 haben wir dann als erster Reiseveranstalter Elefantenreiten von allen unseren Trips verbannt. Zur Zeit arbeiten wir daran, auch andere Reiseveranstalter davon zu überzeugen, Waisenhausbesuche von ihren Reisen zu entfernen. Lies mehr zum Thema Waisenhausbesuche hier oder hier. Du siehst, wir sind viel beschäftigt, die Welt zu retten (ok, das war vielleicht etwas dick aufgetragen, aber der Punkt ist: wir geben unser Bestes!)

Aber zurück zum Thema: in der Reisebranche gibt es mehr als 100 verschiedene Zertifikate, die Unternehmen auszeichnen, die nachhaltig handeln. Allerdings gibt es keine Auszeichnung, die einen ganzheitlichen Blick auf den Einfluss eines Unternehmens auf die Umwelt und die Menschen wirft. Keine, außer die B-Corp Zertifikation.

B steht für „Benefit“, also für Wohltätigkeit im weiteren Sinne. Zertifizierte B-Corp Unternehmen sind Firmen, die den höchsten Standards in den Bereichen soziales Engagement, Umwelt, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein genügen und eine Balance zwischen Gewinn und Wohltätigkeit finden.
Also, kurz gesagt, ist eine B-Corp Zertifizierung ähnlich wie eine Fair Trade Zertifizierung, nur dass sie sich auf das gesamte Unternehmen bezieht. Es ist eine globale Bewegung von Menschen, die Unternehmen dazu verwenden wollen, Gutes zu tun. Mit unserer Zertifizierung werden wir Teil einer Runde von mehr als 2.500 Unternehmen in etwa 150 Branchen auf der ganzen Welt. Berühmte Beispiele sind Patagonia, Ben & Jerry’s oder Danone.
Nachdem wir jetzt die Zertifizierung erreicht haben, kannst du dich darauf verlassen, dass wir uns dazu verpflichtet haben, uns mit unseren Reisen positiv auf die Menschen und Umwelt auszuwirken. Ziemlich cool, oder?

Wie genau wird man eigentlich eine B-Corp?

Nach 3 Jahren Vorbereitung, an der mehr als 40 Mitarbeiter beteiligt waren, wurden wir in 32 Stunden Arbeit in 23 Niederlassungen weltweit auf Herz und Nieren überprüft. Das ist zwar ein sehr langwieriger Prozess, stellt aber auch die Qualität der Zertifizierung sicher. So kannst du dich darauf verlassen, dass wir nicht nur leere Worte in die Welt hinausposaunen, sondern unser Engagement ernst gemeint ist und einen Unterschied macht. Das Ergebnis dieser Überprüfung kannst du hier nachlesen: https://bcorporation.net/directory/intrepid-group-ltd

Und was genau macht ihr, um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen?

Wir hatten schon vor unserer Zertifizierung einige Initiativen laufen, die Gutes erreichen. Aber lass uns von ein paar Beispielen genauer berichten. Vor kurzem haben wir zum Beispiel drei zusätzliche Wochen Karenzzeit für alle unsere Mitarbeiter eingeführt. Das mag dir jetzt vielleicht nicht so viel vorkommen, aber für Väter in Marokko oder im Iran macht das einen großen Unterschied. Außerdem arbeiten wir ständig daran, unsere Supply Chain zu verbessern und mehr Frauen und Minderheiten aktiv in unser Unternehmen einzubinden.

Afrika-Marokko-Berber

Ein Beispiel davon sind unsere Gastfamilienaufenthalte in Ägypten. Traditionellerweise haben die Frauen die meiste Arbeit erledigt – Kochen, Putzen, etc. Währenddessen haben die Männer die Verträge unterschrieben und sich um das Einkommen der Familie gekümmert und damit auch das Geld verwaltet. Dieses Jahr wollten wir das ändern und haben das erste Mal in 11 Jahren Arbeit vor Ort die Verträge direkt mit den Frauen abgeschlossen. Wie du siehst, sind es oft Dinge, die wir leicht ändern können, die für die Menschen vor Ort aber einen großen Unterschied machen.

Werden sich die Reisen von Intrepid für mich jetzt ändern?

Nein, wir werden weiterhin dieselben tollen Kleingruppenreisen anbieten, wie auch schon die letzten 30 Jahre. Nur jetzt kannst du dir sicher sein, dass dein Reiseleiter vor Ort, dein Fahrer, dein Koch, dein Gepäckträger und alle anderen, die hinter den Kulissen ihre Magie einsetzen, fair unterstützt werden. Und du kannst auch sicher sein, dass wir unsere Zertifizierung nur als ersten Schritt sehen, um Ungleichheiten zu verringern und mit unseren Trips Gutes zu tun.

Besuche doch die Website von B-Corp um mehr über B-Corps zu erfahren. Und falls du Lust bekommen hast, mit uns zu reisen, kannst du dir Lonely Planet’s Top Reisziele 2019 anschauen, oder herausfinden, welche Ziele man am besten im Januar bereist.

Die besten Reiseziele im Februar

Du hast beschlossen, dieses Jahr öfter verreisen zu wollen (gute Entscheidung!), weißt aber noch nicht so recht, wohin es gehen soll? Europa, Afrika oder vielleicht doch lieber Asien? Und jetzt fragst du dich, ob es keinen einfacheren Weg gibt, als sich durch endlose Katalog- und Reiseführerstapel zu kämpfen, stimmt’s? Tja, da kommen wir ins Spiel, und zwar mit unserer gut verdaulichen Liste voller sehenswerter Orte und Dinge, die du unbedingt erlebt haben musst – und natürlich wissen wir auch, wo auf der Welt das Wetter gerade am besten ist.

Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu und damit packt uns schon wieder das Reisefieber. Vielleicht zieht es dich an die traumhaften Strände Sansibars oder Kubas. Vielleicht beobachtest du auch Wale entlang der mexikanischen Küste oder begibst dich auf die Spuren der Ursprünge des Buddhismus in Sri Lanka. Hier findest du genug Inspiration für ein neues Abenteuer.

Oman

Naher-Osten-Oman-Große-Moschee

Selbst erfahrene Reisende denken für ihre nächste Reise kaum an das noch relativ unberührte Sultanat. Das Land lebt nicht so sehr im Überfluss wie seine nächsten Nachbarn, sondern überzeugt mit einer unglaublich reichen Geschichte, Kultur und Landschaft. Februar ist optimal, da dann der Winter im Oman endet und Temperaturen herrschen, die ideal für Besichtigungstouren geeignet sind. Außerdem findet von Januar bis Februar einen Monat lang das Muscat Festival statt, eine bunte Mischung an kulturellen Aktivitäten und Unterhaltungsprogramm.

Im Oman kannst du alles von alten portugiesischen Festungen, die würdevoll auf Hügeln thronen, bis zu aufwendig dekorierten Moscheen mit hoch aufragenden Minaretten bewundern. Natürlich darf ein Besuch eines lokalen Markts nicht fehlen. Bereite dich auf verschiedenste Gerüche, Farben und andere Eindrücke in Muttrah vor, wenn du am Fischerhafen vorbei zum Souk spazierst.

Starte deine Erkundungstour mit unserem Trip Discover Oman!

Sri Lanka

Asien-Sri-Lanka-Teeplantage

Die tropfenförmige Insel hat mehr zu bieten als nur blauen Himmel und weiße Sandstrände. Durch die verschiedenen Einflüsse der englischen, niederländischen und portugiesischen Kolonialzeit bietet Sri Lanka eine interessante Mischung unterschiedlicher Kulturen. Auch die eigene, sri-lankische Identität ist mehr und mehr zu sehen.

Nachdem die Monsunzeit im Februar weit hinter uns liegt, können wir zum Beispiel die antiken Ruinen von Anuradhapura mit dem Fahrrad erkunden. Besuche auch den heiligen Baum Bo, welcher auf die spirituellen Anfänge des Buddhismus zurückgeht. Eine Wanderung auf den Felsen von Sigiriya, eine antike Festung, die im 5. Jahrhundert als neue Hauptstadt vom damaligen König gewählt wurde, belohnt dich mit einem tollen Ausblick über die Landschaft. Einen Einblick in das typische Leben der Tamil bekommst du bei einem Spaziergang in Haputale während du die malerische Umgebung der Teeplantagen genießt.

Vor Kurzem wurde Sri Lanka auch von Lonely Planet als eines der besten Reiseziele 2019 gekürt, also, worauf wartest du noch? Entdecke die Insel bei unseren Trips Circle Sri Lanka, Sri Lanka Food Adventure oder Sri Lanka Explorer.

Kuba

Mittelamerika-Kuba-Trinidad

In Kuba herrschen ganzjährig gute Bedingungen, aber besonders angenehm ist es in der Trockenzeit von November bis April. Februar ist besonders für Zigarrenliebhaber zu empfehlen. Jährlich kommen etwa 2.000 Teilnehmer zum Festival de Habanos zusammen, bei dem auch Hersteller und Großhändler von Zigarren vertreten sind. Während Kuba berühmt ist für seine Zigarren, bietet die Insel noch viel mehr. Wir denken da zum Beispiel an Puderzuckerstrände, azurblaues Wasser und malerische Dörfer am Rande von Zuckerrohr- und Bananenplantagen.

Aber auch für kulturell Interessierte ist Kuba eine Reise wert. Von der Kolonialzeitgeschichte bis zum Kommunismus und Che Guevara gibt es in einigen Museen Vieles zu entdecken. Doch was Kuba für uns so einzigartig macht, ist die unglaubliche Lebensfreude der Einheimischen, die man bei allen Festen mit viel Essen, Musik und Tanz spüren kann.

Finde heraus, was Kuba für dich besonders macht mit unseren Trips Beautiful Cuba, Best of Cuba oder Cuba on a Shoestring!

Philippinen

Asien-Philippinen-Palawan

Bist du auf der Suche nach einem Stück authentischen Asiens? Dann sind die Philippinen genau das Richtige für dich. Die mehr als 7.000 Inseln formen einen atemberaubenden Archipel. Februar ist mitten in der Trockenzeit, das heißt, du solltest vor Monsunstürmen sicher sein. Egal, ob du auf deinen Reisen gerne wanderst, schnorchelst oder Kultur entdeckst – hier ist für jeden etwas dabei.

Manila, die Hauptstadt, ist ein überwältigendes Chaos an Museen, Kunstgalerien und spanischer Kolonialarchitektur. Entspanne dich bei einem erfrischenden Bad oder beim Kajaken durch eine der türkisfarbenen Lagunen, die in Palawan zu finden sind. Wenn du den Gipfel des Pinatubo Vulkans mit seinem smaragdgrünen Kratersee erklimmst, siehst du die einzigartigen Hängesärge im Echo Tal, eine faszinierende lokale Tradition wie keine andere.

Mit unseren Reisen kannst du dem klaren Wasser ganz nahe kommen: Philippine Discovery, Philippines Palawan Island Getaway oder Philippine Adventure.

Singapur

Asien-Singapur-Skyline-Nacht

Singapur ist im Februar nicht nur interessant, weil es kaum regnet, weniger Luftfeuchtigkeit herrscht und mehr Sonnenstrahlen den Weg durch die Wolken finden, sondern auch, weil zu dieser Jahreszeit das Chinesische Neujahr gefeiert wird. Marina Bay füllt sich dann mit Stelzengehern und Löwentänzern, und die Straßen sind mit bunten Papierlaternen geschmückt.

Obwohl Singapur noch eine recht junge Nation ist, hat es sich schnell zur Ikone entwickelt, zu der die Reisenden nur so hinströmen. Die spannende Geschichte der Entstehung dieses Stadtstaates kannst du im Nationalmuseum erfahren. Weiters bietet sich auch ein Baumkronenspaziergang durch die Supertree Grove in den Gardens by the Bay an. Vergiss nicht, ein traditionelles indisches Thali zu probieren oder nutze die Chance auf Late Night Shopping mit dem 24 Stunden geöffneten Mustafa Centre in Little India.

Entdecke die Metropole mit unseren Trips: Singapore to Bangkok Adventure, Best of Thailand and Malaysia.

Sansibar

Afrika-Sansibar-Insel

Wenn du dich schon auf wohlverdiente Entspannung und Erholung freust, solltest du dich auf den Weg in den strahlenden Sonnenschein, das türkisblaue Wasser und zu den weißen Traumstränden des paradiesischen Sansibars machen. Der Februar bringt warme Tage und besonders klares Wasser, was den Monat zur perfekten Reisezeit für Schnorchel- und Tauchfans macht. Hier kannst du unberührte Korallenriffe sehen, die Karettschildkröten, Rochen, Papageienfischen, Tintenfischen und vielen mehr eine Heimat bieten. Mit ein bisschen Glück schwimmen auch ein paar Delfine an dir vorbei.

Du tauchst nicht so gerne? Kein Problem, auf diesem Archipel gibt es noch viel mehr zu entdecken. Mach, zum Beispiel, einen Ausflug zu den betörend riechenden Gewürzinseln und den Nelkenfarmen, die sich hier befinden. Bei einer Wanderung durch den Ngezi-Regenwald begibst du dich auf die Suche nach den seltenen Pemba Flughunden, während du bei einem Abstecher in das abgelegene Dorf Mkia Ya Ngombe die Möglichkeit hast, das lokale Leben kennen zulernen

Sansibar lässt sich gut mit anderen Highlights in Afrika kombinieren, zum Beispiel mit unseren Reisen Zanzibar to Nairobi, Zanzibar to Vic Falls oder Zanzibar Spice Islands Sailing Adventure.

Mexiko

Nordamerika-Mexiko-Totenköpfe

Mexiko ist riesig. Daher variieren die Temperaturen und das Wetter in den verschiedenen Teilen des Landes, was es schwierig macht, die beste Reisezeit festzulegen. Februar ist hier zwar mitten im Winter, aber es ist trotzdem mild und trocken, also perfekt, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden oder ein bisschen Entspannung am Strand zu genießen.

Abgesehen von den üblichen Highlights einer Mexiko Reise – das malerische San Cristóbal de las Casas, der Besuch der Museen in Mexiko Stadt und die Entdeckung der vielen Maya Ruinen – hat der Februar noch mehr zu bieten. Die Monarchfalter beginnen ihre Wanderung nach Kanada und die Blau-, Buckel- und Grauwale kommen zur Brut vor Mexikos Küste. Die beeindruckenden Riesen wirst du so schnell nicht vergessen!

Vamos, auf nach Mexiko mit Mexico Unplugged, Maya Encounter oder Central American Adventure!

Myanmar

Südostasien-Myanmar-Bugan

Von den belebten Straßen Yangons bis hin zum ruhigen Inle See sieht man schnell, warum Myanmar so ein beliebtes Reiseziel geworden ist. Februar in Myanmar heißt angenehme Temperaturen und weniger Chance auf monsunartigen Regen.

Nicht ganz sicher, was dieses mysteriöse Land zu bieten hat? Na dann kommt hier ein kleiner Vorgeschmack: atemberaubende Sonnenuntergänge über den Tempeln der Baganebene, die unglaubliche Schönheit des goldenen Shwedagon Paya, buddhistische Mönche auf dem Mandalay Berg, leuchtend grüne Reisfelder im Shan Bundesstaat, köstliche würzige lokale Küche und die berühmten schwimmenden Märkte. Und das war nur der Anfang…

Jetzt entdecken: Best of Myanmar, Myanmar Experience, Classic Myanmar

Du hast Lust bekommen aufs Reisen, willst aber nicht im Februar wegfahren? Kein Problem, hier findest du unsere anderen Guides für März, Juni und Juli!

Was du in Marokko unbedingt machen solltest: Mount Toubkal besteigen

Ich habe noch nie einen Berg bestiegen. Ich bin durch das ländliche England durch den Epping Wald spaziert und vor Ponys in Dartmoor davongelaufen, aber ich war bis jetzt immer weit entfernt davon, richtig bergzusteigen.

Man könnte also sagen, dass ich völlig außerhalb meiner Wohlfühlzone war, als ich den Toubkal in Marokko bestieg.

Unser Reiseleiter vor Ort motivierte mich mit dem Satz „Geh mit deinem Geist, nicht mit deinen Muskeln“. Das klingt im ersten Moment biologisch unmöglich (was es ja auch ist), aber es beginnt wahr zu werden, sobald du dich auf diesen gewaltigen Aufstieg begibst.

Es war eine ziemliche Herausforderung, aber hier sind die Gründe, warum auch du darüber nachdenken solltest, den Toubkal zu besteigen.

Das Atlasgebirge

Trotz der beeindruckenden Kulisse des Atlasgebirges würden die meisten Menschen Marokko mit einem Spaziergang durch die Souks, Kamelreiten durch die Wüste und dem Genuss von reichlich Minztee verbinden. Während das natürlich auch stimmt (vor allem Letzteres), ist der Toubkal ein Gipfel, der zwar nicht so bekannt bei Nicht-Bergsteigern ist, aber mit beeindruckenden 4.167 Metern und unglaublicher Aussicht auf das ländliche Marokko begeistert.

Marokko-Toubkal-Weg-von-Imlil-nach-Aroumd

Wir wagten uns auf eine gekürzte Version der Intrepid Reise Mount Toubkal Trek, die uns in nur zwei Tagen von Aroumd zum Gipfel und wieder zurückbrachte, statt der üblichen drei. Und warum genau haben wir das gemacht? Eine Gruppe von zwölf Intrepid Mitarbeitern aus Großbritannien und Marokko hat die Herausforderung des Toukbal angenommen, um Geld für das Projekt „Education For All“ der Intrepid Foundation zu sammeln – eine Organisation, die Mädchen aus ländlichen Gebieten Marokkos Zugang zu Bildung durch den Bau und Betrieb von Internatswohnhäusern ermöglicht.

Und so machten wir uns mit grenzenloser Unerschrockenheit und Unmengen an Blasenpflastern auf den Weg aus der Stadt, um den höchsten Gipfel Nordafrikas in Angriff zu nehmen.

An unserem ersten Tag wurden wir im Bergdorf Imlil abgesetzt, von wo aus wir uns auf einen kurzen Spaziergang nach Aroumd machten, wo wir uns für die Nacht in einer Berghütte niederließen. Wir lernten uns bei Tagine besser kennen und unterhielten uns, während die Sonne hinter den Bergen, die um uns aufragten, unterging. Wir konnten den Gipfel nicht ganz sehen, wussten aber trotzdem, dass die nächsten Tage sehr anspruchsvoll sein würden.

Marokko-Toubkal-Terrain

Von Aroumd zum Basislager

Unser Bergführer, Youssef, bereitete uns auf den Tag der Wanderung vor und wies uns darauf hin, dass es ein langer Weg zum Gipfel sein würde, den wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Sowieso etwas beunruhigt, hoffte ich einfach, dass es kein schlechtes Omen war, dass ich am Morgen versehentlich Olivenöl statt Honig über mein Porridge träufelte. Aber ich versuchte meine Unruhe beiseite zu schieben und mich auf unsere Wanderung zum Basislager zu konzentrieren.

Im Zickzack wanderten wir sechs Stunden durch das wunderschöne Ait Mizane Tal und stoppten ab und zu, um ein Foto zu machen oder einfach nur die Schönheit der Natur zu genießen. Der Weg war felsig und steil, aber die hohen Gipfel und die vereinzelten Wasserfälle um uns herum machten es zu einer atemberaubend schönen Wanderung. Wir mussten nur aufpassen, nicht zu lange die Landschaft zu bewundern, da uns sonst Youessef mit einem freundlichen „Yallah Yallah“ dazu aufforderte, uns zu beeilen. Diesen Satz haben wir inzwischen alle in unseren Alltag übernommen.

Ich genoss jede Minute unseres Wegs, vorbei an Berberfamilien und Maultieren. Es war so friedlich und still in den Bergen und jedes Mal, wenn ich mich umblickte, konnte ich nicht glauben, wie hoch die Gipfel um mich waren. „Du besteigst einen Berg“, erinnerte ich mich immer wieder, und das noch dazu für einen guten Zweck, von dem ich wirklich überzeugt bin.

Marokko-Toubkal-Weg-ins-Base-Camp

Als wir uns der Schutzhütte näherten, konnten wir gerade noch den Gipfel des Toubkal erkennen. Was mich am meisten beunruhigte, war die steile Steigung vom Tal aus. Ohne richtigen Weg und nur mit einer Masse aus übereinandergestapelten Steinen bezweifelte ich, dass ich es schaffen würde. Ein Schritt nach dem anderen kamen wir in der Hütte an und aßen genug, um wieder zu Kräften zu kommen. Wir akklimatisierten uns an die Höhe und verbrachten den Rest des Nachmittags mit Uno, Pantomime und diversen Rätseln, die uns kurzfristig vergessen ließen, was am nächsten Tag auf uns zukam.

Der Gipfel

In der Nacht vor der Wanderung zum Gipfel schliefen alle zwölf von uns in einem Schlafsaal im Basislager. Mit nur ein paar Stunden Schlaf standen wir um 5 Uhr morgens auf, um den Aufstieg zu beginnen. Ich war unglaublich dankbar für den frühen Start, da der erste Anstieg bei völliger Dunkelheit nicht ganz so entmutigend wirkte. Mit Hilfe unserer Wanderstöcke kletterten wir über Felsen und machten uns auf den Weg nach oben.

Marokko-Toubkal-Aroumd-nach-Imlilt

Ich war etwas nervös wegen der Höhenkrankheit, also versuchte ich, meinen Kopf unten zu halten und mich auf mein Tempo zu konzentrieren. „Eins, zwei, eins, zwei“ wiederholte ich immer wieder in meinem Kopf, als wir den steilen Teil des Aufstiegs hinter uns brachten. Immer wenn ich mich umsah, war ich voll Ehrfurcht vor diesem wundervollen Ausblick um uns. Ich war mir nicht sicher, wie lange wir noch wandern mussten, aber meine starke Konzentration auf meine Füße und jeden einzelnen Schritt lenkte mich ab. Youssef hatte schon viel Erfahrung mit dem Berg, und so spürte er, als unsere Gruppe erschöpft war und legte einen kleinen Boxenstopp für Snacks und Wasser ein.

Jedes Mal, wenn wir eine Pause einlegten, wurde ich zuversichtlicher, dass wir es schaffen würden. Es lief gut und, obwohl es ein steiler Anstieg war, war er absolut machbar. Jedes Mal, wenn ich anhielt, um zurückzuschauen, wie weit wir gekommen waren, lohnte sich die Anstrengung.

Nach einiger Zeit hielten wir wieder und Youssef verkündete, dass wir uns nun auf 4.000 Metern über dem Meeresspiegel befanden, also nur noch ein kleines Stück vom Gipfel entfernt. Ich spürte, wie mein Adrenalinspiegel stieg und ich hatte das Gefühl, dass ich bis nach oben rennen konnte. Andere Bergsteiger, an denen wir vorbeikamen, versicherten uns, dass es nicht mehr weit war, was unglaublich ermutigend war, und schneller als wir dachten, waren wir auch schon ganz oben am Gipfel des Toubkal.

Marokko-Toubkal-Gipfel-Gruppe

Leider war es ein bisschen bewölkt, aber jedes Mal, wenn sich die Wolken teilten, sammelten wir uns, um den spektakulären Ausblick auf das Atlasgebirge zu genießen. Ein riesiges Erfolgsgefühl überflutete uns und wir blieben noch eine Weile auf dem Gipfel, um das Ganze in uns aufzunehmen.

Eine Wanderung, an die man sich erinnert

Während der Abstieg eine genauso große Herausforderung war wie der Aufstieg, konnten wir den Blick auf die Berge genießen, und noch einmal darüber nachdenken, was für eine unglaubliche Reise wir erlebt hatten.

Ein Höhepunkt für mich war das Gemeinschaftsgefühl, das mit dem Reisen in einer Gruppe einhergeht. Dazu gehört nicht nur das Teilen von Taschentüchern, Händedesinfektionsmittel oder Bissen von Müsliriegeln, sondern auch, wie wir uns gegenseitig geholfen haben, wenn Zweifel aufgekommen sind. Wir erinnerten uns immer gegenseitig, warum wir uns entschlossen hatten, Toubkal zu besteigen und was für einen Unterschied das für die Mädchen bei „Education For All“ machen würde.

Das war vielleicht mein erster Berg, dessen Gipfel ich erreicht habe, aber hoffentlich der erste von vielen.

Willst auch du Toubkal hautnah erleben? Sieh‘ dir unseren Toubkal Trek Trip an!

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Im Original von Lauren Ellis, übersetzt von Viktoria Kern.

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„Education For All“ wurde gegründet, um Mädchen aus abgelegenen, armen Dörfern in der Region des Hohen Atlas eine gute Ausbildung zu ermöglichen.  Der Zugang zu Bildung ist in diesen ländlichen Gebieten, besonders für Mädchen, nicht selbstverständlich. Spenden an das Projekt werden zur Deckung der Kosten für die tägliche Verpflegung, die Heimreise am Wochenende und in den Ferien, den Zugang zu Lehrmaterialien, Büchern und Computern sowie für den Betrieb des Internats und andere wichtige Dinge verwendet. Die Intrepid Group verdoppelt deine Spende, damit wir gemeinsam doppelt so viel bewirken können. Klicke hier, wenn du mehr über das Projekt erfahren oder spenden willst.

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(Bilder von Lauren Ellis x4, Sam Briggs, Lauren Ellis)

Adventure Cruise zu Islands Westfjorden

Bjarni und Jura sind zwei Charaktere, wie sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Bjarni, der eher kühle Skandinavier, der auf jede Frage eine charmante Antwort hat. Und Jura, ein wenig flippig, die ihre Gäste mitreißt und mit ihrer Lebensfreude ansteckt.

Es ist die Geschichte einer Abenteuer-Kreuzfahrt auf der „Panorama“ von Reykjavik entlang der abgelegenen Westfjorde nach Akureyri, die von Anfang bis Ende geprägt ist von zwei Guides, die ihren Gästen keine Wahl lassen, als Island in ihr Herz zu schließen.

Island-Adventure-Cruising-TourleaderJura und Bjarni

Schon bevor wir richtig in Island angekommen sind, haben wir ein Gefühl für das Land, die Lebensart, die Sprache. Bjarni spricht eigentlich gar nicht so viel. Aber was er während der Fahrt vom Flughafen zu Hafen von Reykjavik erzählt, gibt einen ersten, tiefen Einblick ins Denken der Isländer, in die Seele des Landes.

Die Isländer haben einen wunderbar tiefgründigen Humor, sind offenherzig, freundlich, hilfsbereit. Nicht dass das Land zu Zeiten der Finanzkrise nicht auch von unfähigen Politikern gebeutelt war. So anders sind sie dann doch nicht vom Rest der Welt. Aber da gibt es auch die andere Seite, die freiheitsliebende, wilde, das Wikinger-Blut in den Adern der Isländer.

Wie die Wikinger einst: Islands Westfjorde mit dem Segelschiff erkunden.

Da gibt es in Reykjavik die Statue des unbekannten Bürokraten, auf einem öffentlichen Platz. Der Ministerpräsent des Landes residiert in einem Gebäude, das ursprünglich als Gefängnis diente. Selbst die Touristen-Souvenirs sind hier anders: Vorwiegend nicht der weltweit identische Tand „Made in China“, sondern Lokales, mit schlichtem, nordischem Design, überraschend, liebenswert. Tipp von Bjarni: „Kauft nicht das teure, schwarze Lava-Salz – das schmeckt auch nur nach Salz.“

Denkmal für den unbekannten Bürokraten in Reykjavik

Bjarni berichtet von vulkanischer Aktivität und den Theorien, wie bestimmte Felsformationen daraus entstanden sein könnten – tatsächlich weiß man das nämlich nicht genau. Jura weiß es dagegen schon. Das sind versteinerte Trolle, ganz einfach. Denn so stark und mächtig Trolle auch sind: Sobald der erste Strahl der Morgensonne sie trifft, weil sie sich zu spät in ihrer dunklen Höhlen verkrochen haben, erstarren sie für immer zu Fels.

„Steinerner Troll“ am schwarzen Strand von Djupalonssandur

Isländer glauben nicht wirklich fest an diese Legenden, aber so richtig nicht daran glauben wollen sie auch nicht. Fährt man entlang der isländischen Küste, fängt man schnell an, an diese Legende zu glauben, denn überall stehen diese Troll-ähnlichen Felsen.

Auf den Feldern – auch das ist Jura wirklich wichtig – liegen Troll-Marshmallows: riesige Strohballen, zum Schutz vor Regen eingewickelt in verschiedenen Pastelltönen gefärbte Kunststoffhüllen. Minzgeschmack die Hellgrünen, Zitrone die Gelben, und neu in diesem Jahr die Schwarzen mit Lakritz-Geschmack. Ein wenig albern? Vielleicht. Aber nur die Isländer verpacken ihr Stroh ohne echten Grund in verschiedenfarbige Hüllen und haben diese wunderbare Fantasie, sich Geschichten wie die Troll-Marshmallows auszudenken.

Einfach mal barfuß ins eisig kalte Wasser …

Jura ist eigentlich gebürtige Litauerin aber seit 16 Jahren im Land. Sie kam, um die Sprache zu studieren, blieb wegen der Liebe und danach, weil sie längst eine echte Isländerin geworden war. Wegen des Landes und der großen Freiheit hier. Sie ist zuweilen ein wenig verrückt, im besten Sinne, freiheitsliebend, fröhlich, spontan. Sie zieht am Strand die Schuhe aus und läuft los. Bis ins Wasser, bis zu den Knien. Nasse Hose? Who cares? Das trocknet wieder. Der Sand ist immerhin von der Sonne aufgewärmt, das nur wenige Grad kalte Wasser nicht. Ist das nicht schön?

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Organisatorisch sind Jura und Bjarni die besten Reiseleiter, professionell und wenn es darauf ankommt, haben sie alles im Griff. Aber sie lassen sich ihre andere Seite nicht nehmen. Das ist viel von dem, was Island ausmacht.

Mittagspause mit Ausblick.

Wir erleben die mythischen Seiten Islands, hören von den Wikinger-Legenden, den Sagas und spüren, wie sie die Menschen immer noch prägen. Da ist es nicht verwunderlich, dass auf der Vulkan-Halbinsel von Snaefellsness die Stelle liegt, an der in Jules Vernes Roman der Abstieg zum Mittelpunkt der Erde beginnt. Der aktive Vulkan Snaefellsjökull ragt hier, von Gletschern bedeckt und umgeben von Nationalparks in den Himmel und in die Wolken. Wo, wenn nicht hier , gelangt man zum Kern der Erde?

Küstenlinie auf der Snaefellsness-Halbinsel.

Und immer wieder sind es Bjarni und Jura, die ihren Gästen all das zugänglich mache. Sie verkörpern dieses Land so lebendig, dass man das Lebensgefühl die ganze Reise lang aufsaugt, ja: anfängt, sich selbst ein wenig wie ein Isländer zu fühlen. Man fängt an, einen düsteren, isländischen Kriminalroman zu lesen, der in den Westfjorden spielt.

Man zieht am Roten Strand, dem „Raud i Sandur“, bei nicht wirklich hohen Temperaturen einfach die Schuhe aus und läuft hinter Jura her, die wie ein fröhliches, kleines Kind die herrliche Natur genießt und direkt ins kalte Wasser läuft (okay: bis zu den Knien). Selbst eine Robbe steckt da plötzlich neugierig ihren Kopf aus den Wellen und beobachtet die ein wenig verrückt gewordenen Reisenden mit nackten Beinen, die isländische Sommer-Leichtigkeit genießen und ihre eigene Welt für viele Augenblicke lang vergessen.

Der „Rote Strand“ von Raudisandur

Und dann tun wir natürlich auch das, was Isländer typischerweise tun: Baden. Nicht in der überlaufenen und überteuerten Blaue Lagune nahe Reykjavik (obwohl da auch einige de Passagiere extra hinfahren), sondern später während der Reise in einem öffentlichen Bad in Patreksfjördur. Wie die Einheimischen des 700-Einwohner-Dorfes  abwechselnd ein paar Bahnen schwimmen und dann wieder in den Whirlpool.

Für die harten Wikinger-Nachfahren ist auch der heiße 42-Grad-Pool erträglich, für die andern reichen die 36 Grad nebenan. Ein Dorf in Island ohne öffentliches Freibad? Undenkbar! Und für die Adventure-Cruiser genau richtig, um Isländer-Feeling zu entwickeln und sich über den Besuch den Latrarbjarg-Klippen von früher am Tag zu unterhalten.

Papageientaucher an den Latrarbjarg-Klippen.

Obwohl wir die touristische und überteuerte Blaue Lagune gemieden haben, darf ein Thermalbad in Island natürlich nicht fehlen. Wir genießen das inklusive Getränkeservice durch die Bademeister am Poolrand in Jardbodin …

Baden in den Schwefelquellen von Jardbodin.

… nahe der faszinierenden Schwefel-Quellen, eine gute Autostunde von Akureyri entfernt.

Isländische Naturgewalten in Hverir.

Erinnerungen, die sich auf der Adventure Cruise zu den Westfjorden besonders eingeprägt haben, sind die Begegnungen mit Isländern und das Erleben lokaler Besonderheiten …

Die „Panorama“ in Grundafjördur.

Mit Blick auf den weiten, ruhigen Dyrafjord erzählt Elfarlogi Hannesson am Original-Schauplatz die Essenz der reichlich komplizierten Gisli-Saga – nicht ohne vorher mit einem Humpen Wikinger-Bier anzustoßen.

Elfarlogi Hannesson erzählt von der Gisli-Saga.

Das Heringsmuseum in Siglufjördur erwacht zum Leben und versetzt Besucher in die Zeit des Hering-Booms Anfang des 20. Jahrhunderts, inklusive Verkostung verschiedener Varianten eingelegten Herings und lokalem Aquavit.

„Herring Girls“ im Heringmuseum von Siglufjördur.

In Grundafjördur übernimmt eine lokale Köchin die Bordküche der Panorama. Sie kocht das Abendessen mit isländischen Spezialitäten (Fischsuppe, Kabeljau-Filet, isländisches Brot und zum Dessert Skyr mit Erdbeeren) und demonstriert im Restaurant die Zubereitung der Gerichte. Nebenbei gibt es viel typisch Isländisches zu probieren: geräuchertes Lamm, Schafskopf-Sülze, Leberwurst, getrockneter Fisch, isländische Schokolade.

Lokale Küche hautnah erleben in Grundafjördur.

Eine Besonderheit der Adventure Cruises von Intrepid Travel und für eine Kreuzfahrt sehr ungewöhnlich: Verpflegung ist Halbpension. Denn die Passagiere sollen lokale Restaurants, lokale Küche ausprobieren. Auf Ausflügen sind zwar Sandwiches und Obst mit dabei, aber da bleibt immer noch genug Platz im Magen, dass die Neugierte auf lokale Spezialitäten siegt.

Einfach mal probieren: Isländischer Pfannkuchen mit Beerenmarmelade – lecker!

Und dann probiert man eben beispielsweise einen isländischen Pfannkuchen mit Beerenmarmelade. Oder in Reykjavik einen Hotdog am besten Streetfood-Stand der Stadt.

Regenbogen vor dem Godafoss-Wassserfall.

Was bei so viel individuellem Erleben und den tiefen Einblicken in die Seele der Isländer beinahe schon beiläufig wird, ist die grandiose Natur und Landschaft dieser Insel – beispielsweise der Godafoss-Wasserfall, an dem wir nach unserer Route entlang der einsamen Westfjorde dann noch einmal auf der Reise auf ein paar andere Touristen treffen.

Island-Guides Jura und Bjarni.

Zu kleinen Helden für die Passagiere aber sind auf dieser Reise die beiden Guides Jura und Bjarni geworden. Der Abschied fällt richtig schwer. Die beiden verkörpern für viele der Passagiere nach dieser Reise Island. Sie geben dem Land ein persönliches und emotionales Bild im Kopf: vertraut, authentisch, liebenswert.

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